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Elektro Modellauto Tuning

Offroad- Modellfahrzeuge sind in der Regel serienmäßig mit einem Elektromotor der Größe 540, einem mechanischen Fahrtregler sowie einem Standartakku ausgerüstet.
Auch wenn mit dieser Ausstattung bereits erhebliche Aktion möglich ist, kommt früher oder später der Wunsch nach noch mehr Power auf. Und wenn Sie dann einfach nur irgend einen Rennmotor in Ihr Modell einbauen, werden Sie damit sicher nicht den gewünschten Erfolg erzielen! Da die notwendigen Tunigmaßnahmen die Hobbyklasse bzw. das Taschengeldkonto zum Teil erheblich belasten, haben Sie auch die Möglichkeit Ihr Modell schrittweise zu tunen. Jedoch sollten Sie unbedingt
die Reihenfolge der aufgeführten Punkte beachten:

1.Schritt: Kugellager

Um die Reibungsverluste des Antriebs so gering wie möglich zu halten, sollte die allererste Tuningmaßnahme in jedem Fall der Austausch der vorhandenen serienmäßigen Gleitlager gegen Kugellager sein. Für die unterschiedlichen Chassis werden von den Herstellern zum Teil sogar komplette Kugellagersätze angeboten.

2.Schritt: Akku

Bei Akkus (Racing-Packs) gibt es deutliche Qualitäts- und Preisunterschiede. Dabei ist der Akku mit der größten Kapazität (mAh) nicht immer der beste Akku für Ihr getuntes Modell. Den hochwertige Akkus sind auf Grund ihres sehr kleinen Innenwiderstandes (Ri) in der Lage hohe Ströme (A) abzugeben, ohne das dabei die Akkuspannung (V) zurückgeht. Und eine höhere Akkuspannung ergibt automatisch eine höhere Motordrehzahl und mehr Topspeed.

3.Schritt: Fahrtregler

Mit einem elektronischen Fahrtregler ist nicht nur das feinfühlige Beschleunigen sowie das dosierte Bremsen des Elektromotors möglich. Im Gegensatz zu einem mechanischen Regler entnimmt ein elektronischer Fahrtregler nur soviel Energie aus dem Akku, wie der Motor im Moment gerade benötigt. Da nun keine Leistung mehr an einem Vorwiderstand verheizt wird, verlängern sich so die Fahrzeiten pro Akkuladung. Um später auch unterschiedliche Tuningmotoren nutzen zu können, sollte der Regler für Motoren mit geringer Windungszahl ausgelegt sein.

4.Schritt: Tuningmotor

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Tuningmotoren, die an Stelle des Standardtriebwerks eingesetzt werden können. Die Motoren haben alle eine bestimmte Anzahl von Ankerwicklungen (Turns). Motoren mit vielen Turns erreichen geringere Drehzahlen, haben jedoch hohe Drehmomente (Kraft) und benötigen weniger Strom. Motoren mit einer geringen Windungszahl benötigen mehr Strom, haben geringe Drehmomente, drehen jedoch unglaublich hoch. Um diese Rennmotoren in einem effektiven Drehzahlbereich betreiben zu können, ist es notwendig kleinere Motorritzel zu montieren.

Tipps zur Abstimmung:

Bei einem zu großen Motorritzel hat das Modell keine Leistung. Es beschleunigt schlecht und kommt nicht auf Topspeed. Regler und Akku werden in kurzer Zeit sehr heiß. Sollte das Ritzel zu klein sein, wird die maximal mögliche Geschwindigkeit nicht erreicht und beim Beschleunigen drehen die Reifen teilweise heftig durch. Bei einer Rennstrecke mit vielen Bodenwellen und Kurven ist es ratsam ein Motorritzel zu wählen, mit dem die besten Beschleunigungswerte erreicht werden.
Bei Strecken mit langen Geraden mit hohem Vollgasanteil nehmen Sie das Ritzel um 1 bis 2 Zähne größer. Die Beschleunigung ist dann nicht mehr ganz so gut, jedoch erreichen Sie auf der Geraden eine höhere Geschwindigkeit.  
 
Copyright 2008/ Quelle: Conrad